Auch Sie können mithelfen
... bei der Bestandserhebung der Wildkatze im Odenwaldkreis im Rahmen des bundsweiten BUND-Projektes "Ein Rettungsnetz für die Wildkatze".

Ein Rettungsnetz für die Wildkatze im Odenwald

Einführungsveranstaltung im Odenwald

Die erste Einführungsveranstaltung 2012 ist vorbei, doch das Projekt hat Schwung bekommen. Die Aktiven geben darüber gerne Auskunft. 

Einladung zur Infoveranstaltung am 17.1.2012
Einladung zur Infoveranstaltung am 17.1.2012

Helferinnen und Helfer sind willkommen, die an der wissenschaftlich begleiteten Bestandsdatenerhebung im Winter 2012-2013 mitarbeiten wollen.Forstexperten, Naturschützer aber auch Familien können wieder mithelfen.

Dabei werden mittels im Wald platzierter, mit Baldrian präparierter Holzstöcke (paarungsbereite) Wildkatzen angelockt, die durch den Körperkontakt beim Reiben an dem Holz Haare hinterlassen. Diese Haare werden von den sogenannten Lockstöcken geborgen und durch das Labor der Senckenberg-Gesellschaft in Gelnhausen gentechnisch untersucht. Dabei können Wildkatzen wissenschaftlich eindeutig identifiziert werden und dokumentieren die Verbreitung der Tierart im Odenwald.

Diese Lockstockmethode (Baldrian hat auf Katzen "unwiderstehliche" Anlockwirkung) wird dort angewandt, wo schon öfters höchstwahrscheinlich zutreffend Wildkatzen gesehen wurden. Im Jahr 2012 gelang erstmals seit mehr 100 Jahren so der Nachweis, dass im Odenwald Wildkatzen vorkommen. Jetzt gilt es, diese Untersuchungen zu vertiefen.

Die Bearbeitungszeit dauert bis ca. März 2013.

Mehr Infos zur Lockmethode finden Sie beim BUND Hessen, Direktlink www.bund-hessen.de/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/rettungsnetz_wildkatze

Stand der Erhebungen - März 2012

Tanja Beutel nimmt eine Haarprobe von einem Lockstock im Odenwald (BUND)
Tanja Beutel nimmt eine Haarprobe von einem Lockstock im Odenwald (BUND)

Nach 5-wöchiger Aufbauphase hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) im Odenwaldkreis in diesen Tagen sein Untersuchungsprogramm für den Nachweis der Wilkatze fertiggestellt.

Auf einer Fläche von 225 km² wurden 50 Lockstöcke in den Wäldern des nordöstlichen Odenwaldes platziert. Dies entspricht etwa der Größe von theoretisch 25 Wildkatzenrevieren, von denen die Wissenschaft annimmt, sie seien um die 10 km² groß.

20 freiwillige Helferinnen und Helfer werden in den Wochen bis Ende April jede Woche die Lockstöcke im Wald aufsuchen und nach Haaren absuchen. Erste Funde zeigen, dass die Methode erfolgreich ist. So konnten bei den ersten Kontrollen bereits mehrere Proben gewonnen werden, die nun im Labor der Senckenberg-Gesellschaft analysiert werden. Bis von dort Ergebnisse vorliegen, braucht es jedoch eine Weile, der BUND rechnet nicht vor dem Sommer mit den Analysedaten.

Die Voraussetzungen der Untersuchung, die Aufschluss über das Vorkommen der europäischen Wildkatze geben soll, waren nicht einfach. So musste in enger Abstimmung mit den Forstbehörden und den Forstämtern der großen Privatforste das jeweils am besten geeignete Waldstück ausgesucht werden. Der BUND ist über die Unterstützung durch das staatliche Forstamt Michelstadt, des Forstgutes Breuberg und der beiden Forstämter der Grafen Erbach und Erbach-Fürstenau sehr erfreut. Sprecher Detlef Leisterer: „Ohne die Hilfe der Forstverwaltungen wäre unser Vorhaben nicht zu realisieren gewesen. Wir sind über die Hilfsbereitschaft der Revierförster im Kreis sehr froh und dankbar. Auch bei der Umwelt- und Jagdbehörde im Landratsamt fanden wir offene Türen und konstruktive Hilfe für das Projekt.“

Das Engagement der BUND-Helfer ist ebenfalls unvergleichlich hoch. Die 20 an der Wildkatze interessierten Personen haben sich mit ihrer Teilnahme am Projekt zu einem erheblichen Arbeitseinsatz verpflichtet. Jede Woche ist ein etwa einstündiger Spaziergang im Wald notwendig, bei dem ein Eimer mit allen für die Probengewinnung notwendigen Materialien mitgenommen werden muss. Lupe, Pinzette, Handschuhe und natürlich eine Sprühflasche mit Baldrainextrakt sind die wichtigsten Utensilien.

Als besonders wertvoller Unterstützer muss Jürgen Michalczyk hervorgehoben werden. Der Leiter des Forstgutes Breuberg hat für seine Reviere gleich 13 Lockstockflächen bereitgestellt und betreut sie gemeinsam mit Michael Romig – NaBU-Breuberg – auch selbst. „Damit liegen fast ein Viertel des Untersuchungsumfanges in einer Hand“ freut sich BUND-Sprecher Leisterer.
Der Aufbau der Untersuchung konnte in gutem Einvernehmen mit allen Beteiligten, nicht zuletzt den Jägern der 25 Reviere, bewerkstelligt werden. Die Resultate des aufwändigen Projektes werden von allen Beteiligten mit Spannung erwartet.

Weitere Informationen unter wildkatze@bund-hessen.de oder bei Harald Hoppe 06163 912174

Weitere Informationen zum bundesweiten Rettungsnetz für die Wildkatze auch bei www.wildkatze.info



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* Quelle: "Naturbewusstseinsstudie für Deutschland", Bundesamt für Naturschutz 2010 im Auftrag des Bundesumweltministeriums

Blaumeise schaut aus ihrem Nistkasten, Bild Viktor Stolarski, pixelio.de
Foto: Viktor Stolarski, pixelio.de

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