100 Nistkästen für Darmstadt

Durch eine zielgerichtete Spende der bauverein AG wurde es möglich, dass der BUND Darmstadt im Frühjahr 2012 einhundert Nisthilfen auf Grundstücken der bauverein AG in Darmstadt anbrachte. 

Rund die Hälfte davon wurden bei Schwegler bestellt, die andere Hälfte durch die Holzwerkstatt der Nieder-Ramstädter Heime in Mühltal angefertigt.

Darauf geachtet wurde, dass alle Nisthilfen durch einen entsprechenden Vorbau katzen- und mardersicher sind. Einen Bauplan für die angefertigten Holznistkästen für Höhlenbrüter finden Sie auch auf unserer Website unter Service und Beratung.

Nisthilfen gibt es für Höhlenbrüter, bei den Schwegler-Großraumkästen kombiniert mit möglichen Wochenstuben für Fledermäuse. Die Nistkästen sind durch unterschiedliche Fluglochöffnungen geeignet für Meisenarten, Gartenrotschwanz, Kleiber, Halsband- und Trauerschnäpper, Wendehals, Feld- und Haussperling.

Die gewählte Schwegler-Halbhöhle vom Typ 2HW für Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper, gelegentlich Rotkehlchen und Zaunkönig ist zudem auch eichelhähersicher.

Für Häuser, bei denen eine Sanierung ansteht und dadurch eh schon ein Gerüst steht, wurden auch einige spezielle Schwegler-Mauersegelernisthilfen (Typ 17) mitbestellt.

Nisthilfen beim Bauverein

Darauf geachtet wurde neben den üblichen Hinweisen (siehe auch diese Website unter Service und Beratung) beim Anbringen der Nisthilfen, dass die Umgebung entweder naturnahe Flächen in der Nähe oder auch einen größeren Gehölzbestand aufweisen. Denn ohne Futterquellen in der Nähe sind für die Elternvögel die Nahrungsbeschaffungsflüge zu weit.

Auch daher ist es wichtig, dort, wo es durch die Nutzung möglich ist, kurzgeschorenen Rasen in blühende Wiesen umzuwandeln und entsprechen anders zu pflegen und sterile exotische Gehölze durch fruchttragende, möglichst einheimische Gehölze mit weniger Fasson- bzw. Formschnitt zu ersetzen.

Pressemitteilung zur Zusammenarbeit und erster Nistkastenaktion

Do. 15.03.2012

bauverein AG und BUND arbeiten zusammen / bauverein AG sponsert 100 Nistkästen / Kiefernpflanzung und andere Projekte in Planung

Im Herbst vergangenen Jahres wurde anlässlich eines Interviews für die regionale BUND-Zeitung „umweltfairbund“ die Kooperation von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und bauverein AG beschlossen, seit Anfang 2012 trägt diese erste Früchte. So wurden Anfang März insgesamt 100 von der bauverein AG gesponserte Nistkästen an Vertreter des BUND übergeben und anschließend von engagierten BUND-Mitarbeitern im Stadtgebiet von Darmstadt aufgehängt. Bei den Nistkästen handelt es sich um 50 für verschiedene Vogelarten und sogar Fledermäuse angelegte Kästen aus Holzbeton sowie 50 von einer Behindertenwerkstätte angefertigte Domizile aus Vollholz. Sie erfüllen damit gleich im doppelten Sinn einen guten Zweck. Die Nistkästen sollen verschiedenen Meisenarten, Mauerseglern, Baumläufern, Rotschwänzchen und auch Fledermäusen Unterschlupf gewähren und ihnen als „Ausweichquartiere“ dienen. Grund ist, dass die Brutplätze vieler Vögel und die Rückzugsräume vieler Fledermausarten dadurch gefährdet sind, dass im Zuge von Gebäudesanierungen immer mehr Hohlräume und Öffnungen in Dachstühlen und Fassaden geschlossen werden und auch alte Bäume gerade im Stadtgebiet, die viele natürliche Höhlen enthalten, aus Sicherheitsgründen zurückgeschnitten oder gar gefällt werden müssen.

 Ebenfalls im März fand eine Gemeinschaftsveranstaltung von BUND, bauverein AG und IWU (Institut Wohnen und Umwelt GmbH) unter dem Dach der Volkshochschule Darmstadt statt. Unter dem Motto „Energetische Sanierung eines Bürogebäudes nach Passivhausstandard“ konnten sich interessierte Besucher am Samstag, 10. März, im IWU anschauen, wie das ehemalige Landratsamt in der Rheinstraße im Rahmen einer energetischen Sanierung in ein Bürogebäude mit Passivhausstandard verwandelt wurde und sich Besonderheiten der in 2011 abgeschlossenen Maßnahme erklären lassen. Anwesend waren Brigitte Martin, Vorstandssprecherin des BUND Hessen, Dr.-Ing. Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der bauverein AG, Margit Schaede, Master of Science „Regenerative Energien und Energieeffizienz“ beim IWU, Markus Kissel, Projektleiter der bauverein AG, und Dipl.-Ing. und Architekt Stefan Reuther, Gesellschafter des Architekturbüros PlanungsgruppeDREI. Nach zwei Fachvorträgen von Markus Kissel und Stefan Reuther lud Margrit Schaede zu einer Besichtigungstour durch das Haus ein. Wie schon während der Vorträge nutzten die Gäste auch hier die Chance, ausführlich Fragen zu stellen.

 Im April ist dann in Kooperation mit dem Facility Management der bauverein AG eine Aufforstaktion in Griesheim geplant. Hier soll ein Gelände der bauverein AG in der Parsevalstraße durch die Anpflanzung von Kiefern teilweise in den ursprünglichen Zustand – früher war hier ein Kiefernwald - zurückgeführt werden. Die Kosten hierfür übernimmt die bauverein AG. Noch in Planung ist zudem eine Einbindung des BUND in ein Projekt zur Fassadenbegrünung. An der mit Vertretern von bauverein AG und Mieterbeirat besetzten „AG Grünflächen“ wird der BUND künftig ebenfalls in unregelmäßigen Abständen teilnehmen.

 „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit von BUND und bauverein AG bereits erste Ergebnisse zeigt. Als schon seit langem der Nachhaltigkeit verpflichtetes Unternehmen sind wir bestrebt, dem Umweltschutz bei unseren Maßnahmen so weit wie möglich Rechnung zu tragen. Indem wir den BUND in die Planung von Sanierungs- und Neubaumaßnahmen einbeziehen, können wir schon in dieser ganz frühen Phase darauf achten, dass wir auch den Lebensraum einheimischer Insekten und Vögel erhalten. Das Gleiche gilt für unsere Grünanlagen, bei deren Gestaltung wir auch auf Tipps vom BUND zurückgreifen. Bei so vielen Anknüpfungspunkten bin ich sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam noch viele erfolgreiche Projekte umsetzen können“, so Dr.-Ing. Hans-Jürgen Braun, Vorstandsvorsitzender der bauverein AG.

 Auch Dr.-Ing. Georg Mehlhart und Niko Martin, Sprecher des BUND in Darmstadt, die im letzten Jahr die Kooperation von BUND und bauverein AG initiierten, freuen sich auf die nächsten gemeinsamen Projekte. „Wenn es gelingt, mit der größten Wohnungsbaugesellschaft in Darmstadt mit über 33 Hektar Freiflächen mehr Natur in die Stadt zurückzuholen, sind wir schon einen großen Schritt weiter, wenn es um die biologische Vielfalt geht. Auch die Folgen des Klimawandels mit ihren heißen trockenen Sommerwochen können so in der Stadt erträglicher werden. Gerne können sich auch interessierte Mieterinnen und Mieter an den BUND wenden, wenn sie selbst für Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen tätig sein wollen.“

Mehr Bilder bei der bauverein AG unter Pressemitteilungen