BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Wespen- und Hornissenberatung

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Sind Wespen gefährlich? Die Wespen- und Hornissenberatung hilft bei Ihrem Wespenproblem

Adressen der Wespenberater und der Umsiedlerin des BUND Darmstadt finden Sie unter Adressen

Wespen und Hornissen sind äußerst nützlich, meist harmlos und haben ihren festen Platz im Naturgefüge, daher sind sie grundsätzlich wie alle wilden Tiere geschützt.

Wespen dürfen wie alle "wilden" Tiere (und Pflanzen) laut § 39 Absatz 1 Bundesnaturschutzgesetz nicht ohne vernünftigen Grund in ihrer Entwicklung gestört oder gar getötet werden.

Stört ein Nest am Standort, so helfen kleinere Umbauten am Nest oder das Umsiedeln eines Wespenvolkes mitsamt ihrem Nest an einen weniger störenden Standort, sich einen Sommer lang mit den schwarz-gelben Stachelträgerinnen zu arrangieren.

Wespen und Hornissen stechen nur, wenn sie sich oder ihr Nest bedroht fühlen. Richtiges Verhalten in Nestnähe löst 80 Prozent der befürchteten Konflikte von alleine (siehe Tipps auf der Seite des Faltblattes).

Wespen und Hornissen leben nur einen Sommer lang. Im Herbst sterben sie ab und nur die im Herbst begatteten jungen Königinnen überwintern irgendwo – etwa in einem Mauseloch, in einem Mauerspalt oder in einer Baumhöhlung. Das alte, verlassene Nest kann im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr problemlos entfernt werden.

In der Region um Darmstadt (Hessen) können Teilnehmer/innen in Seminaren von den Hornissen- und Wespennestumsiedlungs-Experten Brigitte Martin vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Björn Kleinlogel aus Darmstadt Tipps erhalten und auch erlernen, bei Problemen mit Wespen, Hornissen oder Hummeln selbst zu beraten und/oder umzusiedeln. Beispielsweise werden die Seminare bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Darmstadt-Dieburg oder anlässlich anschaulicher Vorträgen des BUND für Erwachsene, Kinder und Jugendliche angeboten.

Muss das Wespennest oder Hornissennest weg?

Wespenberater/innen und Hornissenberater/innen sind geschult, Arten zu erkennen und Situationen einzuschätzen. Bürgerinnen und Bürger, die sich von Wespen und/oder Hornissen bedroht fühlen und/oder ein (vermeintliches) Wespenproblem haben, können sich an sie wenden, um Rat einzuholen (Adressen siehe nächste Seite).

Nicht immer muss das Nest entfernt werden, wenn es am Haus, auf dem Dachboden, dem Balkon, im Garten, im Schuppen und dergleichen mehr Orten entdeckt wird.

Oft genügen die vorübergehende Absperrung eines Gartenteils mit provisorischem Zaun, Flatterband und Hinweiszettel, die Verlegung des Einflugloches, die Einmantelung des Wespennestes bzw. des Hornissennestes im Schuppen oder Dachboden mit Fliegendraht oder auch die Lenkung des An- und Abflugbetriebes durch eine alte Gardine, kleine Umbauten am Nesteingang auch bei Nestern im Boden oder ungünstigen Stellen oder andere kleine Hinweise, um eine Nest-Umsiedlung zu vermeiden.

Und nur in den allerseltensten Fällen ist die sachkundige Vernichtung eines Wespenvolkes durch einen ausgebildeten Schädlingsbekämpfer wirklich notwendig.

Hornissen, Hummeln und Wildbienen sind besonders geschützt

Hornissen – wie auch alle Hummeln und Wildbienen – sind nach der Bundesartenschutzverordnung (§ 44 Bundesnaturschutzgesetz) noch strenger geschützt. Für eine Nestumsiedlung und diese nur aus wichtigem Grund – und nur durch sach- und fachkundige Personen – muss zuvor eine Genehmigung – nach § 67 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) – bei der zuständigen Naturschutzbehörde eingeholt werden.

Die Abtötung eines Hornissenvolkes darf nur durch eine besonders dafür ausgebildete Fachkraft nur mit einer zuvor – in Hessen bei den Unteren Naturschutzbehörden – eingeholten Sondererlaubnis im absoluten Ausnahmefall erfolgen, ansonsten stellt dieser Eingriff einen strafbaren Gesetzesverstoß dar, der mit sehr hohen Geldstrafen geahndet wird.

Bei der Wespenberatung können Sie aber auch erfahren, was Sie zum Wespenschutz und zum Schutz von Hornissen selbst im Haus und im Garten tun können.

Während der Treffen und auch bei Infoständen des BUND Darmstadt können Sie sich ein Faltblatt mit nützlichen Tipps im Umgang mit Wespen und Hornissen holen oder das Faltblatt auf der nächsten Seite anschauen oder runterladen.

Adressen – für eine Wespennest-Umsiedlung / Hornissennestumsiedlung und Beratung vor Ort für die Region im Rhein-Main-Neckar-Gebiet – finden Sie darüberhinaus auf der  Seite "Wespenberater in Darmstadt und Umgebung".

Bitte beachten Sie auch unsere Veranstaltungen zu diesem Thema unter den Menüpunkten "Termine" und "Kinder" und auch unter "Termine > Sonderveranstaltungen für Gruppen" bzw. speziell zu Wespen, Hornissen und Wildbienen unter diesem Menüpunkt "Veranstaltungsangebote Wespen, Hornissen, Wildbienen"!

Daneben finden Sie auf unseren Seiten noch Literaturtipps und Links, sowie Fotos von einer Futterstelle und ein kurzes Video von einer Umsiedlung.

Diese kurze Einführung schrieb: Wespen- und Hornissenberaterin Brigitte Martin vom BUND, Telefon 06151 37931, brigitte.martin@bund.net

Gesetzliche Grundlage des Wespen- und Hornissenschutzes - das Bundesnaturschutzgesetz

Hier können Sie sich das derzeit gültige Bundesnaturschutzgesetz vom Juli 2009, in Kraft getreten am 1. März 2010, runterladen sowie einen Auszug daraus, der sich auf den Schutzstatus von Wespen und auf den darüberhinaus besonderen Schutz der besonders nach Artenschutzrecht geschützten Hornissen und Hummeln bezieht.

Quelle: http://darmstadt.bund.net/service_und_beratung/wespen_und_hornissen/