BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Alljährliche Betreuung der Krötenwanderung

AmphibienschutzhelferInnen willkommen

Aktualisierte Terminliste für 2017 runterladen - eintragen und rückmailen an bund.darmstadt@bund.net

Je nach Witterung kann ab Anfang Februar oder auch erst ab März die Frühjahrswanderung der heimischen Amphibien beginnen. Erdkröten und Molche sind an verschiedenen Straßen in Darmstadt vom Überfahrenwerden bedroht, wenn wir ihnen nicht helfen.

Gesucht werden in jedem Frühjahr bis in den Sommer hinein HelferInnen für die Leitzaunbetreuung und den Bau von zeitweisen Zaunverlängerungen für verschiedene Straßen in Darmstadt. Bei den einzelnen Projekten sind die jeweiligen Ansprechpartner und die verschiedenen Tätigkeiten genannt.

Hier können Sie sich eine Terminliste für 2017 runterladen, in die Sie die Ihnen möglichen Termine eintragen, an denen Sie Kröten und Molche retten wollen. Bitte ausgefüllt mit Name und Kontaktdaten mailen an bund.darmstadt@bund.net

Bitte sammeln Sie nicht auf eigene Faust, ohne vorher Bescheid zu sagen: Insbesondere im Bereich Kleyerstraße/Bergschneise/Panzerwaschanlage der "Kelley Barracks" wird eine Einteilung vorgenommen, wer an welchem Morgen oder Abend mit der Kontrolle der Fanggefäße dran ist. Lassen Sie sich bitte einteilen und einweisen, was zu tun ist! Herzlichen Dank.

Was noch zu tun ist an Tätigkeiten rund um den Amphibienschutz können Sie auch auf unserer Seite unter Aktiv werden > Konkret mitmachen und Engagieren im Naturschutz und Umweltschutz sehen.

Einsatzorte:

Eine kleine Bestimmungshilfe erhalten Sie bei Amphibien bestimmen.

Allgemeine Fragen zum Amphibienschutz zu Veranstaltungen und auch zu möglichen Sonderveranstaltungen für Ihre Gruppe (altersgerecht für Kinder, Jugendliche und/oder Erwachsene) beantwortet Ihnen Brigitte Martin,
Telefon 06151 37931, brigitte.martin@bund.net

Zu beachten beim Amphibien retten

Wann es losgeht mit der "Sammelsaison", erfahren Sie per E-Mail. Da witterungsbedingt das in jedem Jahr anders ist, schauen einige regelmäßig nach.

Bei Fragen bevorzugt bitte per E-Mail brigitte.martin@bund.net oder (zur Not) Telefon 06151 37931

Kleyerstraße bzw. Bergschneise im Bereich Panzerwaschanlage

Neben Erdkröten wandern hier auch Teichmolche und Bergmolche zu ihrem (ehemaligen) Laichgewässer im Gelände der Kelley Barracks und wollen dabei die Straße queren. Allerdings werden die Tiere seit mehr zehn Jahren in der Laichzeit nicht mehr über die Straße gesetzt sondern zu einem Ersatzteich getragen, wo sie ablaichen. Ihr Nachwuchs geht dann automatisch zum neuen Teich. Von ursprünglich gut 4000 Tieren in jedem Frühjahr waren es 2014 in einem "schlechten Wanderjahr" 500 Kröten und Molche, die den neuen Teich noch nicht angenommen haben. Also immer noch eine stolze Anzahl von geretteten Tieren! 2015 und 2016 konnten sogar rund 2000 Tiere an den Ersatzteich gebracht werden.

Parken und Treffpunkt: Haltestelle Hilpertstraße des K-Bus (hält vor der Einmündung zur Kleyerstraße, Achtung: nur Mo - Fr) kurz vor dem Ende der Hilpertstraße am Waldrand (etwa Einfahrt zur Sabine-Ball-Schule, Hilpertstraße 24). Dort kann man auch parken. Von dort  in den Wald gehen, bis zur ersten Fußweg-Kreuzung im Wald - im Wald den Weg mit Splittbelag (ist die "Bergschneie) nach links nehmen, dann sind es nur wenige Schritte zum Teich und gut 300 m weiter der Bergschneise folgend kommt man gefahrlos zum Beginn des Zauns. Auf der Stadtplanausschnitt-PDF ist der Beginn des Zaunes beim grünen Kreuz in der Mitte gekennzeichnet. Leider lässt sich zurzeit keine Treffpunktfunktion auf dem Stadtplan festlegen und andere Maps-Dienste kennen keine Wege außerhalb des Siedlungsbereichs.

Kontakt: Brigitte Martin brigitte.martin@bund.net, Telefon 06151 37931.

Hier ist noch echte Handarbeit wie in den Pioniertagen des Krötenschutzes angesagt. Zuerst war es nicht möglich, zum Laichgewässer im Gebiet der Kelley Barracks einen Tunnel mit ortsfesten Leitzäunen zu bauen - dagegen sprach die Gefahr, dass nicht nur Kröten durch den Tunnel ins Militärgelände kommen könnten.

Daher wurde einige Hundert Meter entfernt ein neuer Teich für Kröten und Molche angelegt, der allerdings im Volumen für die doch große Population zu klein ist. Die Umsiedlung indessen war erfolgreich und die Nachkommen der ersten Tiere entwickeln sich dort prächtig.

Jetzt, nach dem Abzug der US-Army ist die Zukunft des Geländes und damit der Panzerwaschbecken ungewiss. Der BUND wünscht sich, dass im Zuge der Konversion dieser Nordteil des Geländes für Naturschutzzwecke erhalten bzw. aufgewertet und eine Verbindung zur nach wie vor vorhandenen Population an diesem Abschnitt geschaffen wird.

Vor Beginn der Wanderungssaison muss der temporäre Zaun aufgebaut und auf "Krötendichtheit" überprüft werden. Auch muss der Zugang zum Waldweg Stadtschneise abgesperrt werden, damit Tiere, die den bequemen Weg entlang Richtung Straße wandern, nicht zur Straße gelangen. RadfahrerInnen und SpaziergängerInnen müssen dann dort in den wenigen Wochen darübersteigen oder den Weg Nr.1-Schneise nebendran benutzen. Auch hier wird die Laufspur der Kröten auf der der Straße abgewandten Seite des Zauns freigeschnitten, um die Wanderung zu den Fanggefäßen zu erleichtern.

Die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere fallen in Kästen und Eimer. Die Tiere werden aus den Fangkästen und Fangeimern in der Regel abends und morgens entnommen und in den neuen Ersatzteich umgesetzt, wo sie ablaichen und danach in ihre alten/neuen Landlebensräume zurückkehren können.

Arheilgen: Weiterstädter Landstraße am Storckebrünnchen

Vor allem Erdkröten müssen die Weiterstädter Landstraße queren, um zu ihrem Laichgewässer zu kommen. Es besteht seit den 1980er Jahren - damals die erste orstfeste Krötentunnelanlage in Hessen - eine ständig ausgebaute und verbesserte ortsfeste Leitanlage mit mehreren Unterquerungsmöglichkeiten und Leitrosten auf den wichigsten Zufahrtswegen, andere Wege werden während der Laichwanderung "krötendicht" abgesperrt. Die Krötenpopulation wuchs in dieser Zeit von einigen Hundert Tieren auf einige Tausend und die Querungslänge über die Weiterstädter Landstraße entsprechend. Im Februar 2010 wurde eine weitere Querung mit Hilfe der Stadt Weiterstadt eingebaut.

Vor Beginn der Wanderungssaison muss längs der beidseitigen Zäune nachgeschaut werden, ob sich zuviel Gestrüpp in der Laufspur straßenabwärts gewandt entwickelte, das zurückgeschnitten werden muss, damit die Erdkröten ungestört von Hindernissen am Zaun zum Durchlass geleitet werden und nicht unterwegs darüberklettern. Außerdem wird dabei darauf geachtet, dass die Leitzäune noch "krötendicht" sind oder ob Nachbesserungen (wie kleine Erdanschüttungen, Elemente austauschen) gemacht werden müssen.

Parken und Treffpunkt: Weiterstädter Landstraße/Storckebrünnchen

Kontakt: Brigitte Martin, brigitte.martin@bund.net
und
Georg Benz, Telefon 06151 5208940

Kranichstein: Parkstraße

Vor allem Erdkröten müssen die Parkstraße queren, um zu ihrem Laichgewässer zu kommen.

Dort wurde von der Stadt eine vorbildliche, nach neuesten Erkenntnissen von einem vom BUND empfohlenen Fachbüro geplanten, feste Anlage gebaut, die für die Laichwanderung der Alt-Tiere, deren Rückwanderung in die Landlebensräume und die Wanderung der Jungtiere (je nach Witterung ab Mitte Juni/Juli) zur Verfügung steht.

Parken und Treffpunkt zur Besichtigung: Parkstraße/Ecke Theodor-Reh-Straße

Kontakt: Brigitte Martin, eMail brigitte.martin@bund.net, Telefon 06151 37931
und Elke Veith, Telefon 06151 710633

Es müssen lediglich sporadisch Kontrollen vorgenommen werden, ob eventuell eine Lücke im Zaun entstand oder es zu sonstigen Beschädigungen im Laufe des Jahres kam.

Weitere Ansprechpartner

Darüber hinaus steht auch Birgitt Kretzschmar von der Abteilung Umwelt der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Vermittlung bereit:
birgitt.kretzschmar@darmstadt.de,
Telefon 06151 13-3280.

Für Amphibien an Straßen im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind die Ansprechpartner in den Rathäusern der betreffenden Kommunen zuständig sowie die Naturschutzabteilung der Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg.
Kontakt: Karsten Heinrich,
Telefon 06151 881-2219, k.heinrich@LaDaDi.de oder UNB@LaDaDi.de.

Ihre Spende kommt an

Erdkrötenpärchen, was von Helfern des BUND gerettet wurde
Dieses Erdkrötenpärchen wurde von Helfern des BUND gerettet

In Darmstadt-Arheilgen wurde vom BUND eine der notwendigen zusätzlichen dauerhaften Straßenquerungen finanziert (im öffentlichen Straßenraum sind „Laien-Arbeiten„ nicht erlaubt). Auch ein Umbau der Straßenquerungen ist weiterhin fachlich erforderlich.

Laufende Kosten entstehen alljährlich durch notwendige Reparaturen am bestehenden Leitzaun, bei der Errichtung provisorischer Zaunabschnitte mit reißfester Kunststoff-Folie und der abschnittsweisen Weiterführung des dauerhaften Zaunes in Eigenhilfe.

Warnwesten und Handschuhe für die HelferInnen, Batterien bzw. Akkus für die Taschen- und Handlampen, Bindedraht für Schnellreparaturen, Schwämme zum Feuchthalten der Tiere in den Fanggefäßen - all das sind weitere Ge- und Verbrauchsartikel, die ins Geld gehen auch wenn mit vorhandenem Werkzeug gearbeitet wird und sich bemüht wird, die Sach- und Materialkosten gering zu halten. Auch für die Öffentlichkeitsarbeit wird Geld benötigt.

Quelle: http://darmstadt.bund.net/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/amphibien/an_darmstadts_strassen/