Alljährliche Betreuung der Krötenwanderung

AmphibienschutzhelferInnen willkommen

Je nach Witterung kann ab Anfang Februar oder auch erst ab März die Frühjahrswanderung der heimischen Amphibien beginnen. Erdkröten und Molche sind an verschiedenen Straßen in Darmstadt vom Überfahrenwerden bedroht, wenn wir ihnen nicht helfen.

Gesucht werden in jedem Frühjahr bis in den Sommer hinein HelferInnen für die Leitzaunbetreuung und den Bau von zeitweisen Zaunverlängerungen für verschiedene Straßen in Darmstadt. Bei den einzelnen Projekten sind die jeweiligen Ansprechpartner und die verschiedenen Tätigkeiten genannt.

Bitte sammeln Sie nicht auf eigene Faust, ohne vorher Bescheid zu sagen: Insbesondere im Bereich Kleyerstraße/Panzerwaschanlage der "Kelley Barracks" wird eine Einteilung vorgenommen, wer an welchem Morgen oder Abend mit der Kontrolle der Fanggefäße dran ist. Lassen Sie sich bitte einteilen und einweisen, was zu tun ist! Herzlichen Dank.

Was noch zu tun ist an Tätigkeiten rund um den Amphibienschutz können Sie auch auf unserer Seite unter Aktiv werden > Konkret mitmachen und Engagieren im Naturschutz und Umweltschutz sehen.

Allgemeine Fragen zum Amphibienschutz zu Veranstaltungen und auch zu möglichen Sonderveranstaltungen für Ihre Gruppe (altersgerecht für Kinder, Jugendliche und/oder Erwachsene) beantwortet Ihnen Brigitte Martin,
Telefon 06151 37931, brigitte.martin@bund.net

Kleyerstraße im Bereich Panzerwaschanlage

Neben Erdkröten wandern hier auch Teichmolche und Bergmolche zu ihrem (ehemaligen) Laichgewässer im Gelände der Kelley Barracks und wollen dabei die Straße queren.

Parken und Treffpunkt: Endhaltestelle K-Bus bzw. Besucher-Parkplatz Postverteilzentrum an der Kleyerstraße (von dort noch Fußweg von ca. 500 Metern) oder Kleyerstraße Verlängerung der Bergschneise, Parkbucht Nähe Eschollbrücker Straße

Kontakt: Brigitte Martin brigitte.martin@bund.net, Telefon 06151 37931.

Hier ist noch echte Handarbeit wie in den Pioniertagen des Krötenschutzes angesagt. Zuerst war es nicht möglich, zum Laichgewässer im Gebiet der Kelley Barracks einen Tunnel mit ortsfesten Leitzäunen zu bauen - dagegen sprach die Gefahr, dass nicht nur Kröten durch den Tunnel ins Militärgelände kommen könnten.

Daher wurde einige Hundert Meter entfernt ein neuer Teich für Kröten und Molche angelegt, der allerdings im Volumen für die doch große Population zu klein ist. Die Umsiedlung indessen war erfolgreich und die Nachkommen der ersten Tiere entwickeln sich dort prächtig.

Jetzt, nach dem Abzug der US-Army ist die Zukunft des Geländes und damit der Panzerwaschbecken ungewiss. Der BUND wünscht sich, dass im Zuge der Konversion dieser Nordteil des Geländes für Naturschutzzwecke erhalten bzw. aufgewertet und eine Verbindung zur nach wie vor vorhandenen Population an diesem Abschnitt geschaffen wird.

Vor Beginn der Wanderungssaison muss der temporäre Zaun aufgebaut und auf "Krötendichtheit" überprüft werden. Auch muss der Zugang zum Waldweg Stadtschneise abgesperrt werden, damit Tiere, die den bequemen Weg entlang Richtung Straße wandern, nicht zur Straße gelangen. RadfahrerInnen und SpaziergängerInnen müssen dann dort in den wenigen Wochen darübersteigen oder den Weg Nr.1-Schneise nebendran benutzen. Auch hier wird die Laufspur der Kröten auf der der Straße abgewandten Seite des Zauns freigeschnitten, um die Wanderung zu den Fanggefäßen zu erleichtern.

Die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere fallen in Kästen und Eimer. Die Tiere werden aus den Fangkästen und Fangeimern in der Regel abends und morgens entnommen und in den neuen Ersatzteich umgesetzt, wo sie ablaichen und danach in ihre alten/neuen Landlebensräume zurückkehren können.

Arheilgen: Weiterstädter Landstraße am Storckebrünnchen

Vor allem Erdkröten müssen die Weiterstädter Landstraße queren, um zu ihrem Laichgewässer zu kommen. Es besteht seit den 1980er Jahren eine ständig ausgebaute und verbesserte ortsfeste Leitanlage mit mehreren Unterquerungsmöglichkeiten und einer Leitrosten auf den wichigsten Zufahrtswegen, andere Wege werden während der Laichwanderung "krötendicht" abgesperrt. Die Krötenpopulation wuchs in dieser Zeit von einigen Hundert Tieren auf einige Tausend und die Querungslänge über die Weiterstädter Landstraße entsprechend. Im Februar 2010 wurde begonnen, eine weitere Querung mit Hilfe der Stadt Weiterstadt einzubauen.

Vor Beginn der Wanderungssaison muss längs der beidseitigen Zäune nachgeschaut werden, ob sich zuviel Gestrüpp in der Laufspur straßenabwärts gewandt entwickelte, das zurückgeschnitten werden muss, damit die Erdkröten ungestört von Hindernissen am Zaun zum Durchlass geleitet werden. Außerdem wird dabei darauf geachtet, dass die Leitzäune noch "krötendicht" sind oder ob Nachbesserungen (wie kleine Erdanschüttungen, Elemente austauschen) gemacht werden müssen.

Parken und Treffpunkt: Weiterstädter Landstraße/Storckebrünnchen

Kontakt: Brigitte Martin, brigitte.martin@bund.net
und
Georg Benz, Telefon 06151 5208940

Kranichstein: Parkstraße

Vor allem Erdkröten müssen die Parkstraße queren, um zu ihrem Laichgewässer zu kommen.

Dort wurde von der Stadt eine vorbildliche, nach neuesten Erkenntnissen von einem vom BUND empfohlenen Fachbüro geplanten, feste Anlage gebaut, die für die Laichwanderung der Alt-Tiere, deren Rückwanderung in die Landlebensräume und die Wanderung der Jungtiere (je nach Witterung ab Mitte Juni/Juli) zur Verfügung steht.

Parken und Treffpunkt zur Besichtigung: Parkstraße/Ecke Theodor-Reh-Straße

Kontakt: Brigitte Martin, eMail brigitte.martin@bund.net, Telefon 06151 37931
und Elke Veith, Telefon 06151 710633

Es müssen lediglich sporadisch Kontrollen vorgenommen werden, ob eventuell eine Lücke im Zaun entstand oder es zu sonstigen Beschädigungen im Laufe des Jahres kam.

Weitere Ansprechpartner

Darüber hinaus steht auch Birgitt Kretzschmar von der Abteilung Umwelt der Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Vermittlung bereit:
birgitt.kretzschmar@darmstadt.de,
Telefon 06151 13-3280.

Für Amphibien an Straßen im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind die Ansprechpartner in den Rathäusern der betreffenden Kommunen zuständig sowie die Naturschutzabteilung der Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg.
Kontakt: Karsten Heinrich,
Telefon 06151 881-2219, k.heinrich@LaDaDi.de oder UNB@LaDaDi.de.

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Erdkrötenpärchen, was von Helfern des BUND gerettet wurde
Dieses Erdkrötenpärchen wurde von Helfern des BUND gerettet

In Darmstadt-Arheilgen wurde vom BUND eine der notwendigen zusätzlichen dauerhaften Straßenquerungen finanziert (im öffentlichen Straßenraum sind „Laien-Arbeiten„ nicht erlaubt). Auch ein Umbau der Straßenquerungen ist weiterhin fachlich erforderlich.

Laufende Kosten entstehen alljährlich durch notwendige Reparaturen am bestehenden Leitzaun, bei der Errichtung provisorischer Zaunabschnitte mit reißfester Kunststoff-Folie und der abschnittsweisen Weiterführung des dauerhaften Zaunes in Eigenhilfe.

Warnwesten und Handschuhe für die HelferInnen, Batterien bzw. Akkus für die Taschen- und Handlampen, Bindedraht für Schnellreparaturen, Schwämme zum Feuchthalten der Tiere in den Fanggefäßen - all das sind weitere Ge- und Verbrauchsartikel, die ins Geld gehen auch wenn mit vorhandenem Werkzeug gearbeitet wird und sich bemüht wird, die Sach- und Materialkosten gering zu halten. Auch für die Öffentlichkeitsarbeit wird Geld benötigt.



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Der BUND Darmstadt beim Kinder-Umweltdiplom 2013

Kröten & Molche, Wildkatze, Filzen mit Wolle, Wildbienen-Nisthilfen, Radio machen, Eidechsen, Wasser erforschen und Wespen & Hornissen: Acht Angebote in 33 Veranstaltungen vom BUND für Kinder der 4. - 6. Klassen in Darmstadt.... 

Hornisse auf der Hand von Wespenberaterin Brigitte Martin vom BUND. (Foto: Erik O. Martin)

Beratung und Umsiedlung: Die Wespen- und Hornissenberatung vom BUND Darmstadt hilft bei Ihren Wespenproblemen. Bilder von Umsiedlungen online, siehe Bilder und Videos (bitte den "grünen" Links folgen).

Buchtitel: Vom Todesstreifen zur Lebenslinie - Wartburg-Werra-Rhön - Buchreihe zum Grünen Band von Reiner Cornelius

... zum Grünen Band des Lebens. Mehr zur Buchreihe (6 Bände) hier... Eindrucksvolle Bilder und Texte von Reiner Cornelius, dem BUND- Beauftragen für das Grüne Band.

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