Hinweis des BUND Darmstadt zum Dach als Solarkraftwerk

Der BUND Darmstadt bietet regelmäßig zum Thema Fotovoltaik und die Bedeutung der Sonnenenergie für den Klimaschutz Kooperationsveranstaltungen mit der vhs Darmstadt an.

Foto: Rainer Sturm, pixelo.de

Der Kooperationspartner bietet einen kostenlosen Vorabcheck an, wenn die Daten des Daches mit Gauben und Kaminen und seiner Umgebung wie hohen Bäumen oder anderen Gebäuden, die die Anlage beschatten könnten, eingegeben werden. Gibt es Unsicherheiten, so wird auch kostenfrei ein Angebot, ggf. vor Ort, erstellt.

Wenn alle Dacheigentümer in Darmstadt das Tool nutzen und die Empfehlungen umsetzen, können 361 Millionen kWh (Kilowattstunden) pro Jahr an Strom eingespart werden. Das entspricht dem Strombedarf von 80.337 Vier-Personen-Haushalten - ein gigantisches Potenzial, schreibt das Agenda-Büro in seiner Pressemitteilung zum Start des kostenlosen Angebots. Die mögliche Einsparung an Kohlendioxid beträgt dadurch etwa 218.354 Tonnen pro Jahr.

Von den 100.540 Dachflächen in Darmstadt kommen rund 31 Prozent für eine solare Nutzung in Frage. Fast die Hälfte der geeigneten Dachflächen liegt sogar in der besten Eignungsklasse rot. Ausgeschöpft wurden bis 2010 aber nur zwei Prozent des Potenzials.

Eine Firma, mit der der BUND gute Erfahrungen machte ist diese: www.roedner.de

Solardachkataster Darmstadt ist online

Solardachkataster Darmstadt, Bild: Stadt Darmstadt

Für alle Interessierten ist seit Ende Juli 2010 nach langer Vorbereitung durch das Agenda-Büro und das Vermessungsamt der Stadt Darmstadt ersichtlich: das Solardachkataster Darmstadt ist online.
Auf einen Bllick ist zu erkennen, ob es sich lohnt, auf das eigene Dach eine Photovoltaikanlage zu setzen oder Kollektoren für die Heißwasserbereitung und Heizungsunterstützung zu installieren. Oder, ob es nicht besser wäre, sich an einer Solarstrom-Gemeinschaftsanlage zu beteiligen.

Solardachkataster Darmstadt, Bild: Stadt Darmstadt

Rot zeigt an, dass die Dachfläche sehr gut für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie geeignet ist. Orange bedeutet gut geeignet, gelb bedingt geeignet. Die Farbe grau signalisiert, dass sich die Investition für eine Solaranlage nicht lohnen würde.

Von entscheidender Bedeutung sind grundsätzlich die Größe der Dachfläche (ab 30 Quadratmeter wird es für Photovoltaik interessant), die Sonnenausrichtung des Daches, die Dachneigung, die Verschattung durch Bäume, Gebäude(teile) wie Gauben oder Schornsteine und die mittlere ortsspezifische solare Einstrahlung. Diese ist für Darmstadt durchweg positiv zu sehen.

Der Solarstadtplan wurde im Rahmen der Lokalen Agenda 21 Darmstadt erstellt. Mher zur LA 21 DA auf der Seite der Stadt Darmastadt www.darmstadt.de .Zum Solardachstadtplan geht es hier: www.darmstadt.de > Darmstadt erleben > Stadtplan, dort > rechte Spalte Schnelleinstieg "Solardachkataster Darmstadt" wählen. Für die Stadtplandarstellung ist Javascript auf Ihrem PC erforderlich.
und direkt http://www.cityguide-darmstadt.de/solar/html/de/indexsolar.html

Erläuterungen zu den Farben im Solardach-Kataster Darmstadt

Beispiel aus dem Solardachkataster in Darmstadt-Wixhausen
Beispiel aus dem Solardachkataster in Darmstadt-Wixhausen

Die maximale jährliche Strahlungssumme in Darmstadt bei Südausrichtung eines 30 Grad geneigten Daches beträgt ca. 1173 kWh/pro Jahr.

Die Eignung wird durch fünf Faktoren bestimmt:

• die Größe der Dachflächen
• die Ausrichtung
• die Neigung
• die Verschattung durch umliegende Objekte
• die mittlere ortsspezifische solare Einstrahlung auf eine ebene Fläche

Es wurden vier Eignungsklassen festgelegt:

rot -         sehr gut geeignet - ≥ 1100 kWh/pro m2 und Jahr
orange -  gut geeignet - ≥ 1000 < 1100 kWh/pro m2 und Jahr
gelb -       bedingt geeignet - ≥ 850 < 1000 kWh/pro m2 und Jahr
grau -      nicht geeignet - unter 850 kWh/pro m2 und Jahr