Holzbeton Rezept für Nistkästen

Inhalt dieser Seite

Holzbeton als Alternative zu Holz
Das Schalmaterial und die Schalung
Die Zutaten
Die Herstellung
Die Kosten

Die Hinweise wurden uns freundlicherweise von Reiner Haffer, Vogelschutzverein Gönnern, zur Verfügung gestellt: www.vogelschutzverein.de.
Hierfür bedanken wir uns recht herzlich.

Auf der folgenden Seite finden Sie ein Beispiel der Schalung für einen Nistkasten aus Holzbeton.

Holzbeton als Alternative zu Holz

Eine Alternative zu Nistkästen aus Holz sind diejenigen aus Holzbeton. Sie halten mehrere Jahrzehnte und sind für die Bruten wegen des guten Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleiches sehr gut geeignet. Die im Handel erhältlichen haben nur den Nachteil, dass sie relativ teuer in der Anschaffung sind.

Holzbetonformen eignen sich für Nistkästen, Nisthäuser, Niststeine für solitäre Insekten und bei etwas Erfahrung auch für gößere Behausungen für Hummeln, Hornissen oder für Kleinsäuger wie Kuppeln für den Igel.

 

Das Schalmaterial und die Schalung

Eine Gießform - je nach Verwendungszweck - lässt sich beispielsweise aus Resten von Abflussrohren oder Blumenschalen machen. Wasserfeste Schalplatten für Vogelkästen sind im Baumarkt erhältlich.

Ein Beispiel einer Schalung für die Herstellung eines Holzbeton-Nistkastens für Höhlenbrüter finden Sie auf der folgenden Seite.

 

Die Zutaten für das Holzbeton - Rezept

  • 3 x 1 Liter-Dosen trockenen Zement oder einen Rest vom letzten Bauwerk
  • 5 x 1 Liter Dosen oder Späne von unbehandeltem Holz aus dem Sägewerk oder vom Schreiner. Bestens geeignet sind unbehandelte, mittelgrobe nicht zu faserige Späne, wie sie auch in Tierhandlungen als Katzen- oder Kleintierstreu angeboten werden.
  • ca. 2,1 Liter Wasser
  • ca. 80 Gramm CaCl2 (Calciumchlorid) aus der Apotheke

und ferner

  • 1 Plastikschüssel von etwa 10 Liter Fassungsvermögen
  • 1 Plastikschüssel von etwa 5 Liter Fassungsvermögen
  • Gummihandschuhe und Schutzbrille
  • Plastikfolie zum Trennen und Abdecken und / oder Öl (Salatöl oder ähnliches als Trennmittel)
  • einiges an Werkzeugen wie Feile, Schraubendreher, feine Säge usw.
  • Scharniere und Schrauben

 

Die Herstellung

Zement  mit  Holzsägespänen trocken vermengen.

Erst nach sorgfältigem Durchmischen der Trockenmaterialien wird Flüssigkeit zugegeben, und zwar das Wasser, in dem vorher das CaCl2 (Calciumchlorid) aufgelöst wurde. Der Zusatz dieser Chemikalie ist von wesentlicher Bedeutung. Da der in den Holzspänen befindliche Pflanzenzucker das Hartwerden des Zements sehr stark verzögern kann und das CaCl2 in diesem Fall als Abbindungsbeschleuniger wirkt. Calciumchlorid bekommen Sie in der Apotheke. Vorsichtig damit umgehen, da es reizend wirkt !

In einer Plastikschüssel von etwa 10 Liter Fassungsvermögen werden die CaCl2-Lösung nun zu der Zement-/Späne-Mischung gegeben. Der frische Holzbeton hat dann eine Konsistenz wie feuchte Blumenerde. Das bedeutet, dass Sie ihn sorgfältig in die Formen einstampfen müssen. Die Herstellung des Daches erinnert fast an das Ausdrücken eines Hefekuchenteiges auf einem Backblech.

Der Beton bracht zum Abbinden das in dem Gemenge enthaltene Wasser. Deshalb sollten Sie die gefüllten Formen durch Überdecken mit einer Plastikfolie oder ähnlichem vor dem vorzeitigen Austrocknen bewahren. Sollte während des Feststampfens der Holzbetonfüllung etwas Wasser aus der Gussform austreten, so ist dies unerheblich und beeinträchtigt den Abbindevorgang nicht.

Nach einem halben bis einem Tag hat der Holzbeton bereits eine beachtliche Festigkeit und ist soweit abgebunden, dass die Gießlinge vorsichtig ausgeschalt werden können.

Schrauben Sie dazu die Vorderwand der Dachform ab und hebeln Sie den Dach-Gießling behutsam aus seiner Verschraubung. Die eingelegte Holz-Kreisscheibe lässt sich vielleicht bereits durch einfaches Ziehen an der Umhüllungsfolie entfernen, so dass Sie u.U. den Schraubenzieher dafür erst gar nicht benötigen.

Ein kleiner Nachsatz: Leider eine notwendige Anmerkung aufgrund geltender Rechtsprechung: Auf das Rezept und seine Anwendung wird keine Gewähr gegeben. Die Durchführung erfolgt also auf eigene Gefahr.

 

Die Kosten

1 Kilogramm CaCl2 kostet etwa 8 Euro und reicht für die Herstellung von mindestens 10 normal großen Nistkästen.

Hinzu kommen die Kosten für Zement, Holzspäne (soweit sie nicht kostenfrei vom Schreiner oder dem Sägewerk geholt werden können), Farbe und Kleineisenteile.

Außerdem fallen Kosten an für wiederverwendbare Materialien wie Schalungsmaterialien - falls Sie keine Abfallhölzer oder Formen beispielsweise auf dem Sperrmüll finden und für Plastikfolie.

 

Auf der folgenden Seite finden Sie ein Beispiel der Schalung für einen Nistkasten aus Holzbeton.



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* Quelle: "Naturbewusstseinsstudie für Deutschland", Bundesamt für Naturschutz 2010 im Auftrag des Bundesumweltministeriums

Blaumeise schaut aus ihrem Nistkasten, Bild Viktor Stolarski, pixelio.de
Foto: Viktor Stolarski, pixelio.de

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