Nistkasten für den Steinkauz

Spezielle Bedingungen benötigt auch der Steinkauz - eine unserer bekanntesten Eulenarten. Der Steinkauz legt sich im wahrsten Sinn des Wortes nur ins gemachte Nest - daher muss neben dem Fertigbau auch die Polsterung mitgeliefert werden.

Hier zunächst eine standadisierte Bauanleitung aus Brettern, die andernorts aber auch ähnlicher dem hohlen Baumstamm nachgeahmt wurde. Weiter unten eine Beschreibung mit - teilweise - Recycling-Material.

Nistkasten für den Steinkauz
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BUND'ler beim Steinkautznistkasten anbringen

Empfohlen wird selbstverständlich unbehandeltes und sägerauhes Holz, möglichst zertifiziert nach FSC.
Vergessen Sie nicht, Ihre Nistkästen im Spätherbst gründlich zu reinigen, damit in der nächsten Brutperiode keine Flöhe, Milben und Zecken und anderes Getier Elterntiere und Nachwuchs quälen!

In der Natur sind Nisthöhlen für den Steinkauz in erster Linie ausgehöhlte Baumstämme, in denen der Höhlenboden nach Möglichkeit mit vermodertem Holz bedeckt ist – weich gepolstert und saugfähig. Das ist wichtig für seinen Nachwuchs. Kleine Steinkäuze scheiden nämlich beachtliche Mengen an flüssigem Kot aus.
Solche natürlichen Wohn- und Brutmöglichkeiten sind in unserer aufgeräumten Landschaft selten geworden. Deshalb helfen BUND’ler kräftig nach.

Steinkauzröhre mit Hilfe von Recyclingmaterial

Steinkautznistkasten beim Bau

Der BUND Flörsheim entwickelte diese Methode und hängte bereits rund 30 selbstgebaute hölzerne Röhren in den Gemarkungen von Flörsheim, Wicker und Weilbach in großen Bäumen auf. Davon sind im Durchschnitt nur 6 – 8 Stück bewohnt. Das wird den Laien überraschen, doch man muss wissen, dass ein Steinkauz-Paar im Normalfall mehrere dieser Röhren gleichzeitig für sich beansprucht.

Mit mindestens einem Meter Länge und gut 20 Zentimeter im Durchmesser sind diese Behausungen für den nur amselgroßen Steinkauz recht groß.

Vier bis fünf Stunden Arbeitszeit pro Röhre muss ein erfahrener BUND’ler für den Bau einkalkulieren. Ausgediente hölzerne Rollläden sind der wichtigste Bestandteil einer künstlichen Steinkauzbehausung. Sie werden um zwei – vorher mit der Stichsäge ausgesägte – dicke Holzscheiben gewickelt und daran festgenagelt. Die vordere der beiden Holzscheiben erhält ein rundes Loch von 6 – 7 Zentimetern Durchmesser; sie dient als Ein- und Ausgang. Die hintere Scheibe bleibt zu. Eine Lage Dachpappe, um diese Holzröhre gewickelt, schützt vor allzu rascher Verwitterung und bewahrt seine Bewohner vor Wind und Regen.

Die fertigen Röhren werden dann auf starke Äste freistehender Bäume gelegt und mit vier eisernen Lochbändern daran festgenagelt. Wichtig ist, dass der Innenraum vorher mit feinen Hobelspänen bestückt wird. Schließlich sollen die künftigen Bewohner sofort ein gemachtes Nest vorfinden. Im Gegensatz zu unseren heimischen Singvögeln denkt der Steinkauz nicht daran, selbst etwas zu tun für seine und seiner Nachkommen Bequemlichkeit.

Auch hier ist eine jährliche Reinigung nach der Brutsaison notwendig.
Durchschnittlich zehn Jahre kann eine Röhre verwendet werden.

Informationen zum Steinkauz

Informationen über den Steinkauz erhalten Sie beim



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* Quelle: "Naturbewusstseinsstudie für Deutschland", Bundesamt für Naturschutz 2010 im Auftrag des Bundesumweltministeriums

Blaumeise schaut aus ihrem Nistkasten, Bild Viktor Stolarski, pixelio.de
Foto: Viktor Stolarski, pixelio.de

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