25 Schritte zur Biologischen Vielfalt in Darmstadt

Mehr als 80 Prozent der Einwohner in Deutschland wohnen in Städten. Daher ist es zwingend geboten, Natur nicht nur im Außenbereich und in Schutzgebieten zu schützen und zuzulassen, sondern auch in der Stadt, für den Menschen und mit den Menschen.

Die Heterogenität der Problemlagen und Wechselbeziehungen in der Stadt, der Akteure und der Naturschutzziele erfordern grundsätzlich eine integrierte Sicht- und Herangehensweise. Daraus ergibt sich ein ungleich höherer Bedarf an Planung, Kommunikation und Abstimmung, sowohl verwaltungsintern als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern, Interessengruppen und den Naturschutzverbänden.

Diese nicht immer konfliktfreien Abstimmungen können Arbeitsprozesse verlängern, führen aber auch zu höherer Akzeptanz.

Akzeptanz braucht politischen Willen

Vorraussetzungen für erfolgreiche Akzeptanzschaffung ist vor allem der politische Wille, auch in der Verwaltung und in der Öffentlichkeit dafür zu werben, mehr Natur zuzulassen und für die oft notwendige Weiterbildung und Umstellung in der Pflege von innerstädtischem Grün finanzielle Mittel bereitzustellen. Naturschutz in der Stadt ist nicht kostenlos zu haben. Aber er ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit, gerade vor dem Hintergrund des fortschreitenden Artensterbens, gerade bei uns, in Deutschland. Und auch im Naturschutzgesetz heißt es, dass Natur im unbesiedelten und besiedelten Bereich zu entwickeln und zu schützen ist.

Biodiversität - Biologische Vielfalt in der Stadt

Die Kommunen spielen angesichts ihrer umfassenden Aufgaben in Planung, Verwaltung und Politik eine Schlüsselrolle beim Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie können über Festsetzungen in der Bauleitplanung gezielt auf eine angemessene Siedlungsdichte, die Vernetzung von Biotopsystemen und eine siedlungsnahe Durchgrünung hinwirken. 2017 wurde Darmstadt Mitglied im Bündniss der Kommunen für biologische Vielfalt.

Darin haben sich Kommunen zusammengeschlossen, die - nicht nur wie Darmstadt auch - sich zur Biologischen Vielfalt per Deklaration verpflichteten, sondern die sich auch regelmäßig über das Erreichen des Ziels austauschen.

Maßnahmenprogramm für Darmstadt

Der Naturschutzbeirat des Stadt Darmstadt, in dem auch Vertreter*innen auf Vorschlag des BUND sowie weitere BUND-Mitglieder aktiv sind, entwickelte daher 2013 ein Maßnahmenprogramm "25 Schritte zur Biologischen Vielfalt in Darmstadt". Ende 2013 wurde es sowohl der zuständigen Dezernentin als auch den Fachämtern vorgestellt, im Magistrat beschlossen und in der Stadtverordnetenversammlung vom 15. März 2014 wurde das Maßnahmenprogramm beschlossen unter TOP 13. Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität, Vorlagen-Nr.: 2014/0014. Außerdem ist es Bestandteil des Koalitionsvertrages 2016.

Sie können es sich hier als PDF herunterladen oder unter http://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Leben_in_Darmstadt/umwelt/MassmahmenprogrammBiod.pdf auf der Website des Darmstädter Naturschutzbeirates herunterladen.

Diese Checkliste für Bau- Sanierungs- und Pflegemaßnahmen umfasst neben der  Grundlagenermittlung die Handlungsfelder Grün- und Freiflächen im Siedlungsbereich, Arten- und Biotopschutz, nachhaltige Nutzung, Bewusstseinsbildung und Kooperationsmöglichkeiten sowie Umsetzungs- und Erfolgskontrolle.

Am 16. Juni 2015 fand dann die Auftaktveranstaltung "Stadt.Natur.Lebensqualit. - Biodiversität für Darmstadt" statt, siehe http://www.darmstadt.de/fileadmin/PDF-Rubriken/Leben_in_Darmstadt/umwelt/flyerbiodiversitaet.pdf



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Mehr unter Aktiv werden...
  • 89 % der Deutschen bewerten den Naturschutz als wichtige politische Aufgabe
  • 90 % wünschen stärkeren Schutz der Meere vor Überfischung
  • 87 % lehnen gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft ab
  • 68 % fürchten um intakte Natur für ihre Kinder und Enkelkinder *

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* Quelle: "Naturbewusstseinsstudie für Deutschland", Bundesamt für Naturschutz 2010 im Auftrag des Bundesumweltministeriums

Blaumeise schaut aus ihrem Nistkasten, Bild Viktor Stolarski, pixelio.de
Foto: Viktor Stolarski, pixelio.de

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