Schmetterlinge im Garten

Mit dem Frühling kommen auch die "Edelsteine der Lüfte" - die Schmetterlinge wieder. Doch das Vergnügen, eines dieser wunderschönen Tiere zu sehen, wird leider immer seltener.

Ein Kleiner Fuchs nascht vom Sommerflieder (Buddleia) – zum Vergrößern bitte anklicken!

Zwei Drittel der einheimischen Schmetterlingsarten sind laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bedroht. Dies liegt nicht nur an Monokulturen, Umweltgiften und Klimawandel, sondern auch daran, dass in Gärten und Parks statt einheimischer oft nur noch exotische Pflanzen gepflanzt werden. Von diesen können sich Raupen und Falter häufig nicht ernähren.

Um den Schmetterlingen wieder mehr Lebensraum zu geben, empfiehlt der BUND, im Garten ein Beet mit einheimischen Wildpflanzen anzulegen.

Viele von den Faltern geschätzte Wildblumen gedeihen am besten auf nährstoffarmen Böden. Auch aromatische Kräuter wie Thymian und Melisse sind bei Schmetterlingen beliebt. Brennnesseln werden vor allem von den Raupen bevorzugt.

Auf nährstoffreichen Böden können Wilde Karde, Malve und Königskerze gepflanzt werden.

Wer durch zugeleitetes Dachrinnenwasser eine Nasswiese schafft, bewirkt, dass sich dort Futterpflanzen wie Hahnenfuß, Kuckuckslichtnelke und Baldrian ansiedeln können.

Tipps für GartenliebhaberInnen auf dem Weg zum Schmetterlingsgarten

"Wohnplatz, Küche, Schlafraum und Winterquartier – nix mehr da!“

So könnte das ernüchternde Urteil eines Schmetterlings auf der Suche nach einem Lebensraum in unseren Gärten sein. Wurde doch oft alles (zu) ordentlich aufgeräumt. Aber mal ehrlich, benutzen wir wirklich die ganze Gartenfläche? Oder können wir dort auch ein wenig Raum für Schmetterlinge entstehen lassen? Wie viel Rasen brauchen wir für unsere Freizeitnutzung? Wie viel kann Schmetterlingsblumenwiese werden? Die glatte Hecke zum Nachbarn, vielleicht in Zukunft eine Hecke aus einheimischen Sträuchern?
Und es lohnt sich: Vom Gartenstuhl aus versonnen den gaukelnden „Edelsteinen“ zuzuschauen, bringt Ruhe in stressgeplagte Herzen.

Und so wirds gemacht!

Welchen Typ von Garten habe ich?

Schmetterlinge haben von Art zu Art sehr unterschiedliche Bedürfnisse an Wärme, Feuchtigkeit und Sonnenscheindauer.


Ist unser Garten ein sehr warmer Garten? Eventuell in Südhanglage?
Ist es ein eher kühler schattiger Garten? Unter Umständen auch noch nordexponiert?
Oder ist er irgendwo dazwischen?
Liegt der Garten in Waldrandnähe, in Wiesenumgebung oder eher im Ortsinneren?
Und natürlich spielt auch der Untergrund der umgebenden Landschaft eine Rolle.
Es empfiehlt sich sehr die Gestaltung des Gartens für Schmetterlinge an der Umgebung auszurichten, denn hier sollen die Falter ja herkommen, und auch hinfliegen können.

Broschüre des BUND Rheinland-Pfalz zum schmetterlingsfreundlichen Garten, PDF-Datei, ca. 500 KB



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