Naturnahe Gärten

BUND wirbt für Toleranz gegenüber Ökogärten


Viele Menschen möchten etwas für den Naturschutz tun und beginnen damit vor ihrer eigenen Haustür, im Garten. Sie legen ihn naturnah an mit Wildblumen und Elementen wie Tümpeln, Vogelschutzhecken, Trockenmauern oder Reisighaufen.

So schaffen sie Schlupfwinkel, Nistplätze, Nahrungsquellen und Jagdreviere für eine Vielfalt heimischer Kleintiere, die Nützlinge für den Obst- und Gemüsegarten sind.

Der ökologische Nutzgarten wird mit Gemüsepflanzen, Gewürz- und Heilkräutern in Mischkultur bewirtschaftet. Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung, und gedüngt wird mit selbst hergestelltem Kompost.

Fruchtstände von Zier- und Nutzpflanzen lässt man nach dem Verblühen stehen. Sie dienen als Nahrungsquelle für Vögel im Winter oder zum Aussamen. Denn dort, wo die Saat im Garten von alleine aufgeht, gedeihen die Pflanzen automatisch am besten.

Nach den Erfahrungen des BUND stoßen solche Gärten auch heute noch auf Unverständnis oder führen sogar zu Anfeindungen, weil sie unordentlich erscheinen. "Ein naturnaher Garten sieht nun mal nicht wie aus dem Gartenkatalog entsprungen aus," wissen die BUNDaktiven.

Ihre natürliche Schönheit erschließe sich leider nicht jedem. Aber auch wenn sie nicht jedem gefallen, so solle man doch Toleranz üben nach dem Motto: Leben und leben lassen. "Wer im eigenen Garten etwas für den Naturschutz tut, soll keine Angst vor der Nachbarschaft haben müssen", ist ihre entschiedene Meinung.



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