Schutz der Zauneidechsen in Darmstadt-Kranichstein

Noch ist sie hier im Darmstädter Raum verhältnismäßig häufig, die Zauneidechse (Lacerta agilis). Damit das so bleibt müssen für diese Art, die in der europäischen FFH-Richtlinie im Anhang IV benannt ist, besondere Schutzmaßnahmen getroffen werden. Ist das für Eingriffe im öffentlichen Raum noch regelbar, sind in bestehenden Siedlungsgebieten die wechselwarmen Tiere auf unsere Hilfe angewiesen.

Im Baugebiet K6 in Darmstadt-Kranichstein wurden BUND-Mitglieder tätig, um die Population bei der zukünftigen stärkeren Bebauung des Gebietes und der Randzonen so zu erhalten und stellen hier auch anderen Menschen zur Nachahmung empfohlen ihre Aktivitäten zum Schutz der Eidechsen vor.

Regelmäßige Führungen, auch für Kinder wecken das Interesse an den Ur-Tieren und an ihrem Schutz. Denn: Man schützt nur was man kennt.

Auf dieser Seite lesen Sie auch, was im eigenen Garten tun können und was der BUND für öffentliche Grünflächen empfiehlt.

Der Steckbrief der Zauneidechse - ein lebender Bote aus der Urzeit

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) gehört zur Familie der Echten Eidechsen und damit zu den Reptilien. Sie hat eine dicke Hornhaut, die aus Schuppen besteht, die dachziegelartig nach hinten gerichtet übereinander angeordnet sind. Die Hornhaut verhindert die Hautatmung und ist ein idealer Verdunstungsschutz - dadurch können sich diese Boten aus der Urzeit auch in trockener und warmer Umgebung aufhalten. Da die verhornten toten Zellen der obersten Schicht nicht "mitwachsen" können, muss das Reptil von Zeit zu Zeit aus der Haut fahren - und sich häuten. Die Haut wird in einem Stück abgestreift.Die Färbung der Tiere dient zur Tarnung und ist perfekt an ihre Lebensräume angepasst.

Die Zauneidechse ist die häufigste Eidechsenart Mitteleuropas. Sie wird ca. 20 bis 25 Zentimeter lang und ist kaum verwechselbar (sie hat Ähnlichkeit nur mit älteren Jungtieren der Smaragdeidechse).

Die Zauneidechse hat einen großen Kopf mitrundlicher Schnauze, einen gedrungenen, robust wirkenden Körper mit dicklichem langen Schwanz.

Die Geschlechter sind unterschiedlich gefärbt. Die Rückenzeichnung beider Geschlechter (nur in unterschiedlicher Farbe) an sich hat Ähnlichkeit mit dem Aufbau einer Straße: Eine unterbrochene Mittelinie (inmitten des Rückens), daneben jeweils die festabgegrenzte Fahrbahn mit der  unterbrochenen Fahrbahnbegrenzungslinie, einem ebenfalls nach außen abgegrenztem Mehrzweckseitenstreifen und ein Übergang in den Straßengraben und in den Acker. Die individuelle Rückenzeichnung ist ein bleibendes Erkennungszeichen einer Zauneidechse ähnlich wie beim menschlichen Fingerabdruck.

Männchen sind seitlich und auf der Unterseite hell- bis dunkelgrün, haben dunkle Kopfplatten mit anschließendem gräulichem, oft dunkelbräunlichem Band. Dieses wird von hellen Streifen begrenzt, dies sich auf dem ersten Drittel des Schwanzes in Flecke auflösen. Oft ist eine in weißliche Striche aufgelöste/aufgeteilte Linie auf der Rückenmitte zu sehen. Die grüne Unterseite ist schwärzlich gefleckt.
Weibchen sind meistens hellgrau, gelbbraun oder bräunlich gefärbt (ähnliche Zeichnung wie die Männchen, aber andere Färbung), die gelblich-weißliche Unterseite ist fast immer ohne Fleckung.
Jungtiere haben die charakteristsiche Rückenzeichnung zunächst nur in Ansätzen, besitzen aber "Augenflecken" am ganzen Körper.

Zauneidechsen sind wechselwarm und  tagaktiv. Noch in den späteren Vormittagsstunden sonnen sie sich ausgiebig auf vegetagtionsfreien Stellen wie Steinen, Kahlstellen, Holzhaufen, Trockenmauern, Weinbergstafeln und ähnlichem. Heiße Tage werden eher im Halbschatten verbracht.

Die Winterstarre wird Ende März/Anfang April beendet. Zuerst erscheinen im Frühjahr meist die Jungtiere, dann die Männchen und nach weiteren zwei bis drei Wochen die Weibchen. Die Überwinterung erfolgt in Verstecken unter Steinhaufen, hinter Trockenmauern oder unter Reisighaufen in der Erde. Männchen und Weibchen begeben sich in etwa zur gleichen Zeit Anfang/Mitte September zur Winterpause, Jungtiere oft vier bis fünf Wochen später. Die Tiere sind wechselwarm, das heißt, ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebungstemperatur an. Bei Temperaturen unter minus drei Grad können sie erfrieren.

Die Geschlechtsreife hängt eng mit der erreichten Körpergröße zusammen. Wie schnell die Echse wächst, hängt wiederum von der Schlupfgröße des Jungtieres, der herrschenden  Durchschnittstemperatur und mit dem Nahrungsangebot zusammen.

Die Fortpflanzung beginnt häufig nach der zweiten Überwinterung, in weniger optimalen Gebieten erst ab der dritten Überwinterung also im vierten Kalenderjahr. In Ausnahmefällen kommt es sowohl bei Männchen als auch bei Weibchen schon nach der ersten Überwinterung (im 2. Kalenderjahr nach dem Schlupf) zu Paarungsaktivitäten. Häufig finden die ersten Eiablagen schon in der ersten Maihälfte statt. Sowohl bei den älteren Weibchen als auch bei knapp zweijährigen Weibchen sind Zweitgelege keine Seltenheit, wie in einem Garten mit angrenzendem Gelände in Darmstadt-Kranichstein beobachtet wurde. Diese können schon einen Monat (im Ausnahmefall nach drei Wochen) nach der ersten Eiablage erfolgen.

Die Männchen bekommen etwa Ende April zur Paarungszeit ein leuchtend grünes Hochzeitskleid. Sie paaren sich mit mehreren Weibchen. Männchen liefern sich Kommentkämpfe (ritualisierter Kampf). Die Eiablage erfolgt ca. 25 Tage nach der Paarung im Mai oder Juni. Die acht bis 15 Eier sind von ovaler Form und etwa 15 Millimeter lang und zehn Millimeter breit . Sie werden in Klumpen in selbstgegrabenen Erdöchern an feuchteren sonnenexponierten Bodenstellen (in der lockeren Erde hinter Trockenmauern beispielsweise) abgelegt. Der optimale Temperaturbereich beträgt etwa 27 Grad Celsius.

Die ersten sehr frühen Schlüpflinge von fünf bis sieben Zentimetern Länge werden schon Anfang Juli nach 30 bis 60 Tagen (je nach Wetterlage) registriert. Die Jungtiere verteilen sich nach dem Schlupf schnell in der Umgebung.

Eidechsen können Teile ihres Schwanzes bei Gefahr kontrolliert abstoßen: das Tier bringt sich in Sicherheit, während die abgestoßene Schwanzspitze sich noch minutenlang von selbst windet und schlängelt, um so Fressfeine abzulenken. Es dauert allerdings lange, bis der Schwanz wieder vollständig nachgewachsen ist - manchmal zwei Jahre lang bis zur vollständigen Regeneration. Ein mehrmaliges Abstoßen ist möglich. Aber jeder Schwanzverlust bedeutet eine große Kraftanstrengung für das Tier, die durch vermehrte Nahrung ausgeglichen werden muss. In "schlechten" Nahrungshabitaten wird dadurch oft die nächste Paarung verschoben. In Kranichstein allerdings, wo durch Hauskatzen viele Tiere Teile ihres ihres Schwanzes einbüßten, ist in einem nach BUND-Vorschlägen gepflegten Grünlandbereich anschließend an die "Eidechsengärten" genügend Nahrung vorhanden, sodass Auswirkungen auf das Fortpflanzungsverhalten dort nicht festgestellt wurden.

Zur Verbreitung und Lebensweise der Zauneidechse

Die Zauneidechse (Lacerta agilis) braucht unsere Aufmerksamkeit, auch für die Bewahrung und Wiederherstellung ihrer Lebensräume.

 Lebensraum

Besiedelt werden die unterschiedlichsten Biotoptypen wie Böschungen, Trockenrasen, Heideflächen, Bahndämme, Waldränder, Feld- und Wegraine, Steinbrüche, Kiesgruben und andere Bodenentnahmestellen, Weinberge, Steinriegel, Geröllhaufen, Gärten und Parks mit naturnahen Strukturen bis zu einer Höhe von ca. 1600 Metern. Sonnige, trockene bis mäßig feuchte Lebensräume werden bevorzugt.

Ihre Verbreitung

...erstreckt sich von Südengland und Frankreich über Dänemark, Südschweden im Norden bis nach Nordwestchina im Osten, die südliche Arealgrenze bis zu den Pyrenäen im Westen und zur Alpennordseite in Mitteleuropa. Die Zauneidechse fehlt in Italien, Süd- und Südwestfrankreich, verbreitet ist sie jedoch im nördlichen Balkangebiet.

Ihre Nahrung

...besteht aus Käfern, Grillen, Heuschrecken, Schmetterlingen und deren Raupen, Ohrzwickern, mitunter Bienen und Wespen und anderen Insekten, Spinnen, Asseln, Steinläufern und anderen Hundertfüßlern, Tausendfüßlern, Würmern, aber auch kleinere Eidechsen werden mitunter verspeist.

Ihre Feinde

...sind in Siedlungsnähe vor allem Hauskatzen und im geringeren Umfang Hunde, ansonsten sind Schlingnatter und Greifvögel wie der Turmfalke und der Schlangenadler sowie Rabenvögel und Hühnervögel natürliche Feinde.

Aber auch Igel, Marder und Spitzmäuse jagen die Eidechse - insbesondere in den frühen Morgenstunden, wenn die wechselwarmen Tiere sich erst auf Betriebstemperatur bringen müssen und noch von der nächtlichen Kühle klamm sind und sich nur langsam bewegen können, fallen sie ihren Fressfeinden zum Opfer. Auch Spaziergänger und Radfahrer sollten auf den Steinwegen des Gebietes auf sich aufwärmende Eidechsen achten.

Bedroht

... ist die Zauneidechse vor allem durch Lebensraumvernichtung sowie Lebensraumisolation und damit einhergehendem fehlenden Genaustausch. Da die Zauneidechse insbeswondere brachliegendes Gelände - das oft mehr oder weniger schnell bebaut werden soll - besiedelt, ist sie auf die Liste des Anhangs IV der FFH-Richtlinie für die besonders geschützten Tierarten der Europäischen Union aufgenommen worden.

Schutzmaßnahmen für die Zauneidechse

...müssen daher in erster Linie darauf abzielen, Lebensräume miteinander zu vernetzen. Eine naturnahe und giftfrei bewirtschaftete Gartengestaltung, Böschungen und Wegraine sowie breite durchgehende Grünstreifen an Straßen und in Parks, möglichst mit vielen blühenden und damit Insekten anziehenden Kräutern, mit eingestreuten Sonnenplätzen auf Steinen und Holz sowie Eiablageplätzen in lockerem Sand oder Erde gehören zur Biotopvernetzung und Lebensraumverbesserung dazu. Auch Hauskatzen sollten von Eidechsenpopulationen ferngehalten werden. Maßnahmen zum Schutz wie das Überkronen der Sonnenplätze der Eidechsen mit Estrichmatten oder verdorrten stacheligen Rosenschnittranken helfen dabei.

Bilder von Eidechsen in einem Garten

Die Bilder zeigen, dass auch im eigenen Garten – und nicht nur im sogenannten öffentlichen Grün – einiges zum Erhalt und der Förderung der Eidechsenpopulation getan werden kann.

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Sie können auch noch hochaufgelöstere Fotos betrachten indem Sie unter dem Beschreibungstext den Link klicken – achten Sie auf die Dateigrößen.
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Zauneidechsen – Sonnenbaden auf Brettern; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Zauneidechsen – Sonnenbaden auf Brettern Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,5 MB)
drei Zauneidechsen–Jungtiere aus dem Jahrgang 2005 im Mai 2006 unter Katzenschutzgitter; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Vor allem an kühlen Tagen werden gute Sonnenplätze häufig von mehreren Echsen gleichzeitig genutzt. Mitunter stehen die Tiere dabei in direktem Körperkontakt. Dabei liegt häufig eine kleinere auf einer größeren Eidechse. Hier drei Jungtiere aus dem Jahrgang 2005 im Mai 2006 unter Katzenschutzgitter. Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,2 MB)
Zauneidechsenweibchen; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Dieses Zauneidechsenweibchen wurde im Dezember 2005 bei Landschaftsbauarbeiten freigelegt und im eigenen Garten erfolgreich überwintert. Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,2 MB)
Lockeren Bewuchs und Versteckmöglichkeiten nutzt dieses Zauneidechsen-Jungweibchen; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Lockeren Bewuchs und Versteckmöglichkeiten nutzt dieses Jungweibchen. Bild in größerer Auflösung (Achtung: 1,9 MB)
Eidechse im Steinhaufen; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Steinhaufen dürfen in keinem Garten fehlen, sollten Eidechsen erwünscht sein. Bild in größerer Auflösung (12 cm; Achtung: 1,6 MB) und Bild in größerer Auflösung (21 cm; Achtung: 4 MB)
Zauneidechsen–Männchen Nr. 5 mit einem weiblichem Jungtier beim Sonnen unter Katzenschutz; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Hier Männchen Nr. 5 mit einem weiblichem Jungtier beim Sonnen unter Katzenschutz. Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,5 MB)
Trächtiges Zauneidechsen–Weibchen auf dem Weg zum Eiablageplatz; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Trächtiges Weibchen auf dem Weg zum Eiablageplatz. Die Eiablage erfolgt in der Zeit von Mai bis Juni. Bevorzugt wird sandiger Boden mit lockerer Vegetation. Ungefähr 2 Monate später schlüpfen die ca. 5 cm langen Jungtiere. Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,2 MB)
Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten für Zauneidechsen lassen sich im eigenen Garten mit größeren Baumrindenstücken herstellen; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Sehr gute Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten lassen sich im eigenen Garten mit größeren Baumrindenstücken herstellen. Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,4 MB)
Eidechse auf Totholz; Foto: Gerald Schmitt/BUND Darmstadt – Zum Vergrößern klicken!
Bild in größerer Auflösung (Achtung: 2,4 MB)

Alle Fotos stammen von Gerald Schmitt/BUND Darmstadt, der die Entwicklung der Eidechsenpopulation in und um seinen Garten genaustens beobachtet hat und jedes Tier an seiner individuellen Zeichnung identifizieren kann. Keine Frage, dass auch seine Nachbarn mittlerweile zu ExpertInnen in Sachen Eidechsenschutz wurden.

Fotos:
Bitte beim Runterladen bzw. zum persönlichen Gebrauch immer die Quelle Gerald Schmitt/BUND Darmstadt nennen!

Beim Anklicken der Bildunterschrift können Sie sich das jeweilige Bild in größerer Auflösung betrachten oder runterladen (Datei/Ziel speichern unter…).

Mehr Bilder der Zauneidechsen in Darmstadt-Kranichstein von Gerald Schmitt gibt es hier zu sehen...

Tipps für den Eidechsenschutz im Garten

Die Eidechsenfreundinnen und Eidechsen-Freunde vom BUND hoffen, dass sich viele Interessierte dazu inspirieren lassen, selbst was zu tun.
Neben der Zauneidechse wurden auch schon andere Reptilien, wie die Blindschleiche, im Eidechsengarten gesichtet.

Als selbstverständlich vorausgestzt ist die Bewirtschaftung des Gartens ohne chemisches Gift. Pflanzenschutzmittel vernichten die Nahrungsgrundlage der Echsen, chemische Dünger und andere Substanzen zur Spritzung schädigen die Gesundheit der Reptilien. "Unkraut"vernichtungsmittel bilden im Abbauprodukt oft hormonähnliche Substanzen, die sich negativ auf die Fortpflanzung udn Entwicklung der Echsen auswirken können. Kompost, Handearbeti bei der Pflanzenpflege und Pflanzenbrühen sind also die besten Vorraussetzungen für einen eidechsengerechten Garten

An erster Stelle soll für die weitere Gestaltung der Hinweis auf den „Haustierschutz“ stehen, der im Garten besonders wichtig ist:
Eine Estrichmatte (nichtrostender Stahl) oder ein Stück Maschendrahtzaun oder auch vertrocknete dornige Ranken von Rosen oder Brombeeren als "Haube" angebracht schützen insbesondere in den kühlen Stunden die wechselwarmen Tiere vor Katzen und Hunden. Denn dann sind alle Reptilien relativ langsam und können sich nicht so schnell verkriechen. Auch die Eiablageplätze in der warmen Erde können so besser geschützt werden.

Maßnahmen zum Zauneidechsenschutz im eigenen Garten:

  • Versteckmöglichkeiten und Sonnenplätze aus Steinhaufen, Trockenmauern, Holzstapeln oder Baumwurzeln herstellen.
  • Freihalten sonnenexponierter Flächen von übermäßigem Pflanzenwuchs.
  • Erhalten von Kahlstellen mit lockerem Erdreich als Untergrund, Sandhaufen zur Eiablage.
  • Kein Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln im Garten.
  • Katzen von Eidechsenlebensräumen fernhalten: übermäßiger Jagddruck kann Reptilienbestände lokal vernichten. Zum Fernhalten von Katzen und Hunden dienen das großzügige Überdecken von Sonnen- und Eiablageplätzen mit Maschendrahtzaun oder Stahlgittern, Estrichmatten oder ähnlichem.

Maßnahmen zum Zauneidechsenschutz im öffentlichen Grün

  • Erhalt von Brachflächen.
  • Herstellung von Biotopverbindungen.
  • Mähen der Wiesen nur im Spätsommer oder im Winterhalbjahr bei kühler Witterung. Möglichst nur einmal jährlich.
  • Herstellung von Sonnenplätzen und Versteckmöglichkeiten (Haufen aus Baumwurzeln, Steinen etc.).

Kontakt und weitere Informationen

Ansprechpartner beim BUND Darmstadt ist Gerald Schmitt, Ihre E-Mail wird an Ihn weitergesendet über service.bund.darmstadt@bund.net

Beim BUND Landesverband Hessen hat Herwig Winter im Rahmen der Reihe Natur erleben, ein Tierportrait unter dem Motto „Ergrünt im Frühjahr: die Zauneidechse“ zusammengestellt.

Bilder der Zauneidechse können Sie sich hier herunterladen, Zip-Datei, 37 MB (rechte Maustaste > Ziel speichern unter)